InnovaKomm: Projektauftakt mit Bürgern in Neuenhaus

InnovaKomm: Projektauftakt mit Bürgern in Neuenhaus

BMBF.

 In Neuenhaus in der Grafschaft Bentheim fand am 18. März 2016 die öffentliche Auftaktveranstaltung des InnovaKomm-Projekts „Dorfgemeinschaft 2.0“ statt.

Mehr als 200 interessierte Bürger aus der Grafschaft Bentheim und dem südlichen Emsland sowie die beteiligten Verbund-Projektpartner nahmen daran teil. Zur anschaulichen Präsentation der Projektziele wurde ein Film gezeigt, stellten sich die Wissenschafts- und Praxispartner vor und konnte die eingeladene Bevölkerung anschaulich nachvollziehen, wie eine bessere Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum gelingen kann.

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Offizieller Startschuss für das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0

Offizieller Startschuss für das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0
Das Alter im ländlichen Raum hat Zukunft
Das Alter im ländlichen Raum hat Zukunft

„Gut versorgt in die Zukunft“ – unter diesem Motto kündigte die Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka Anfang November die Förderung von fünf Forschungsprojekten mit insgesamt rund 23 Millionen Euro zur Unterstützung älterer Menschen in ländlichen und urbanen Regionen an.

In einer fünfjährigen Projektlaufzeit soll erkundet werden, wie die Lebensqualität der Menschen vor Ort erhalten und verbessert werden kann.

Aus diesem Grund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Wettbewerb „Innovationen für Kommunen und Regionen im demografischen Wandel – InnovaKomm“ initiiert, bei dem bundesweit 187 Skizzen eingereicht wurden. Gefördert werden Wissenschafts-Praxis-Kooperationen, die auf der Basis von Innovationen der Mensch-Technik-Interaktion modellhafte Lösungen für spezifische Bedarfslagen von Kommunen und Regionen im demografischen Wandel entwickeln und zum Einsatz bringen. Ziel ist es, die Chancen zu nutzen, die sich durch den passgenauen Einsatz neuer Technologien bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen eröffnen und Deutschlands Position im Bereich der Mensch-Technik-Interaktion, einem Leitmarkt der Zukunft, zu stärken.

Anfang November kamen die Verantwortlichen aller neun Verbundpartner des Projektes „Dorfgemeinschaft 2.0 – Das Alter im ländlichen Raum hat Zukunft“ im Zimeliensaal der Universität Osnabrück zusammen, um feierlich den Kooperationsvertrag zu unterzeichnen. Die Projektbetreuerinnen des Projektträgers VDI/VDE-IT, Catherine Naujoks und Birgit Braun, gaben organisatorische Informationen und stellten – neben „Dorf 2.0“ als einziges gefördertes Projekt in Niedersachsen – die weiteren vier Projekte „UrbanLife+“ in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen), „MobiSaar“ in Saarbrücken (Saarland), „SoNaTe“ in Freiburg und Umland (Baden-Württemberg) sowie „KommmiT“ in Stuttgart (Baden-Württemberg) vor. Alle fünf Projekte haben eine Laufzeit bis 31.10.2020. Das Projektvolumen von „Dorf 2.0“ beträgt 5,82 Mio. Euro, wobei der Förderanteil durch das BMBF mit 85 % bei rund 5 Mio. Euro liegt.

Der Projektleiter Thomas Nerlinger gab einen Überblick der bisherigen Aktivitäten und skizzierte die Eckdaten rund um die Dorfgemeinschaft 2.0, bei dem ein gesundheitsbezogenes Versorgungskonzept für die Region entwickelt und umgesetzt werden soll. „Wir haben nun die große Chance, die traditionellen Errungenschaften gemeinsam innovativ und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Das ist ein erfreulicher Tag für unsere Region, die damit deutschlandweit eine Vorreiterrolle bei der Lösung demografischer Fragestellungen einnehmen wird“, so Nerlinger und ergänzt: „Zugleich freuen wir uns über die Schaffung attraktiver Forschungsstellen. Der Verein Gesundheitsregion EUREGIO, die Hochschule Osnabrück und die Universität Osnabrück werden insgesamt mehr als zehn wissenschaftliche Mitarbeitende einstellen. Zuvor dankte Dr. Arno Schumacher als Vorsitzender des Vereins Gesundheitsregion EUREGIO mit Sitz in Nordhorn in seiner Begrüßungsrede allen beteiligten Projektpartnern für den tatkräftigen Einsatz bei der Erarbeitung des Handlungskonzeptes.

Geplant sind in „Dorf 2.0“ vier Bausteine: ein „Virtueller Dorfmarktplatz“, der Produkte des täglichen Bedarfs vorhält; die IKT-gestützte Einrichtung bedarfsorientierter Mobilitätskonzepte für die Dorfgemeinschaft; die „Digitalisierte Pflege“, ein multiprofessionelles, technologieorientiertes Konzept für die häusliche Pflege und eine „Rollende Praxis“, mit der eine aufsuchende telemedizinische Gesundheitsversorgung etabliert wird. Die Basis bildet der „Virtuelle Dorfmarktplatz“, auf dem die Dienste zusammengeführt und von allen genutzt werden können. Im ehemaligen Marienkrankenhaus in Nordhorn wird das „physische Zentrum“ des Projektes eingerichtet. Darüber hinaus werden in mehreren Ortschaften Dependancen geschaffen.

Das Projektkonsortium umfasst folgende neun Verbundpartner:

  • Gesundheitsregion EUREGIO e. V. (Koordination und Gesamtprojektleitung Thomas Nerlinger)
  • Hochschule Osnabrück, Campus Lingen (Prof. Dr. Ingmar Ickerott, Prof. Dr. Stefanie Seeling)
  • Universität Osnabrück (Prof. Dr. Hartmut Remmers, Prof. Dr. Frank Teuteberg)
  • Bentheimer Eisenbahn AG (Vorstand Joachim Berends, Projektleiter Ralf Schütt)
  • ENO telecom GmbH (Geschäftsführer Bernd Horstmann, Projektleiter Rainer Büter)
  • EUREGIO-KLINIK Grafschaft Bentheim Holding GmbH (Geschäftsführer Jürgen Thau, Projektleiter Thomas Nerlinger)
  • I.T. Out GmbH (Geschäftsführer Hans-Peter Nickenig, Projektleiter Hans-Dieter Lohuis)
  • Lebenshilfe Nordhorn gGmbH (Geschäftsführer Thomas Kolde, Projektleiter Volker Friese)
  • optadata.com GmbH (Geschäftsführer Ralf Dziabel, Projektleiter Ingo Feldhaus)

„Die neun Verbundpartner gaben kürzlich gemeinsam mit den Projektbetreuerinnen des Projektträgers VDI/VDE-IT den Startschuss für das Demografieprojekt Dorfgemeinschaft 2.0 in der Region Grafschaft Bentheim/Südliches Emsland.“

Pressefoto vor dem Osnabrücker Ledenhof (Elena Scholz, Universität Osnabrück)